Das Hacken einer Zwiebel gehört zu den Aufgaben, die in kaum einer Küche fehlen, und trotzdem wird die Technik dahinter selten wirklich geübt. Mit einem klaren Ablauf und etwas Übung lässt sich die Zwiebel jedoch deutlich schneller und gleichmäßiger zerkleinern, als wenn einfach drauflos geschnitten wird.
Zuerst wird die Zwiebel halbiert, wobei die Wurzel als kleiner Rest erhalten bleibt, damit die einzelnen Schichten während des Schneidens zusammenhalten. Diese kleine Verbindung sorgt dafür, dass die Zwiebel nicht auseinanderfällt und sich viel kontrollierter schneiden lässt als eine bereits völlig gelöste Hälfte.
Waagerechte und senkrechte Schnitte kombinieren
Die geschälte Zwiebelhälfte wird mit der Schnittfläche nach unten auf das Brett gelegt, damit sie stabil liegt und nicht wegrutscht. Anschließend folgen mehrere waagerechte Schnitte von der Seite her, wobei die Wurzel als Halt am Ende erhalten bleibt.
Danach kommen senkrechte Schnitte von oben nach unten hinzu, wieder ohne die Wurzel vollständig durchzutrennen. Werden die Schichten nun quer dazu geschnitten, entstehen automatisch gleichmäßig kleine Würfel, ohne dass jedes einzelne Stück separat zurechtgeschnitten werden muss.
Mit dieser Technik wird das Hacken einer Zwiebel zu einer schnellen, fast beiläufigen Aufgabe, die weder viel Zeit noch große Kraft erfordert. Wer den Ablauf einmal verinnerlicht hat, greift kaum noch zu einer unsystematischen Methode zurück, weil der Unterschied im Ergebnis deutlich sichtbar ist.
Ein scharfes Messer macht diese Aufgabe zusätzlich leichter, denn eine stumpfe Klinge zerdrückt die Zellen der Zwiebel eher, als sie sauber zu durchtrennen. Das führt dazu, dass mehr Flüssigkeit austritt und das Hacken unangenehmer wird als nötig. Wer regelmäßig Zwiebeln verarbeitet, sollte daher der Schärfe der eigenen Klinge genauso viel Aufmerksamkeit schenken wie der eigentlichen Schnitttechnik, denn beides zusammen macht den größten Unterschied im Ergebnis.